Bildung braucht ZEIT!

2004

  • Eine K├╝rzung der Anzahl der Schulstunden, wie dies durch die Lehrplanverordnung 2003 erfolgte, braucht begleitende Ma├čnahmen.
  • Eine Entlastung kann sinnvoller Weise nur durch volle ├ťbernahme der Verantwortung f├╝r den lehrplanm├Ą├čigen Bildungsprozess durch die Schule erfolgen: d.h.
  • wenige und leistbare Haus├╝bungen,
  • kein Auftrag an die Eltern, mit den Kindern zu Hause f├╝r die Schule zu lernen!!
  • Senkung der Klassensch├╝lerh├Âchstzahl mit dem Ziel, dass
  • keine Lehrperson mehr als 25 Kinder in ihrer Gruppe hat.

Bildung braucht Zeit und kompetente LehrmeisterInnen.

Die verschiedenen Schularten m├╝ssen differenziert betrachtet werden:

  • Die Reduzierung der Stundenzahl in der Grundschule ist von besonderen Schwierigkeiten begleitet: 20% der Kinder sind sehr schlechte Leser, das Klassenlehrerprinzip nicht mehr f├╝r alle Klassen einer Schule aufrecht erhalten werden.
  • Durch flexible Angebote in der Hauptschule mit verpflichtenden Grundkursen und erg├Ąnzenden F├Ârder- bzw. Leistungskursen je nach Begabung m├╝sste der Erwerb der Grundkompetenzen f├╝r alle und Erreichung der Ziele von Kern- UND Erweiterungsbereichen f├╝r m├Âglichst viele sichergestellt werden.

Ein F├╝nftel der Pflichtschulabg├ĄngerInnen kann kaum lesen.

Die Aktion Lesefit hat eine verst├Ąrkte Sensibilisierung im Bereich "Leseerziehung" gebracht.

Weitere Schritte zur Professionalisierung von LehrerInnen im Umgang mit Kindern, die Probleme beim Erlernen von Lesen /Schreiben haben, sowie die Bereitstellung weiterer und allgemein zug├Ąnglicher geeigneter "Instrumentarien" werden notwendig sein.

Eine Einbeziehung der Eltern ist wesentlich, darf aber nicht als Auslagerung von Unterrichtsarbeit "missbraucht" werden.

Die Probleme beim Umgang mit Zahlen und Sachtexten d├╝rfen nicht durch ├ťben allein "bearbeitet" werden.

Bildungspolitik muss verantwortungsvoll und behutsam sein.

Der Hauptstress der Kinder entsteht nicht durch die Anzahl der Unterrichtsstunden sondern

  • durch fehlende verbindliche Anpassung des Lehrplans/ des Lehrstoffes an die Anzahl der zur Verf├╝gung stehenden Stunden,
  • durch die auf den Nachmittag ausgelagerte Arbeit des Festigens, ├ťbens bis hin zum Erarbeiten von Neuem.
  • durch die hohen Klassensch├╝lerzahlen,
  • durch das Fehlen von verbindlichen Leistungsstandards in der Grundschule, sowie am Ende von anderen Beurteilungsabschnitten, und die daraus resultierenden Fehleinsch├Ątzungen und Schwierigkeiten beim Wechsel von Lehrpersonen, Schularten, etc.