Leistungsdruck und Spaßgesellschaft

Schule im Spannungsfeld zwischen Leistungsdruck und Spaßgesellschaft - wie der Spagat gelingen kann

Subjektiver Auszug aus dem Referat von Dr. G√ľnter Funke Gehalten anl√§sslich der Er√∂ffnung der Sommerakademie 2007

Was unterscheidet den Menschen von Funktionalität? Das Empfinden Können!
Alles, was ist, ist, weil wir es empfinden.
Die Schule muss ein Raum sein, in dem das Empfinden heilig ist.

Ein Kind versteht sich als lebendig. Mit diesem Anspruch betritt das Kind die Welt. Aber es tritt immer mehr in eine vorgeordnete, funktionale Welt, die ihm seine Lebendigkeit nur noch im Kontext mit vorgeschriebener Leistungstätigkeit zugesteht.

Leisten bedeutet, sich eine Daseinsberechtigung erarbeiten zu m√ľssen. Eltern k√∂nnen sich emotional keine Kinder leisten, die nicht so gut sind.
Kinder m√ľssen f√ľr die Angst der Eltern Verantwortung √ľbernehmen: ‚ÄěMama wird traurig sein!", ‚ÄěPapa √§rgert sich!" ‚Ķ.

Vision: Lehrer als hochkompetente F√ľhrungskraft in Bildungsarbeit.
Weg vom ‚ÄěProgrammierunterricht"! Schule soll nicht am Tropf der Wirtschaft h√§ngen, nicht zu fr√ľh einseitig qualifizieren. Wichtig sind Basiskompetenzen, funktionales Wissen wird bei der Bew√§ltigung der Zukunft nicht helfen.

Unterwerfen wir uns der Zeit oder gestalten wir die Zeit?

Es gibt kein nachhaltiges Lernen, wenn man an der Emotionalit√§t vorbei geht. ‚ÄěNur was mich angeht, macht Sinn. Ich kann nicht Wollen wollen." (V. Frankl)

Wir machen aus Kindern Hunde: Lob und Leckerli.
Das Gehirn braucht kein Lob, sondern Behutsamkeit und Achtsamkeit.