Elternbrief September 2005

Graz, 12. September 2005

Liebe Leserinnen! Liebe Leser!

die Seitenangaben beziehen sich auf die Printausgabe

Das neue Schuljahr beginnt mit vielen Neuerungen. So musste unser Landesverband im Sommer eine au├čerordentliche Jahreshauptversammlung abhalten, weil durch den R├╝cktritt von Frau Friederike de Maeyer-Genschel Wahlen erforderlich wurden. Seite 2

Seit 1.August 05 gilt "nur mehr" die neue Rechtschreibung. Die ├ťbergangsfrist mit den so genannten Doppelkorrekturen ist nun zu Ende, wobei es jedoch in wegen der noch laufen-den Beratungen des "Rats f├╝r deutsche Recht-schreibung" weiterhin drei Toleranzbereiche mit Doppelkorrektur (alte Schreibweise nur markiert, aber nicht als Fehler gewertet) gibt, n├Ąmlich Getrennt- und Zusammenschreibung, Worttrennung und Interpunktion.

Eine weitere ├ťbergangsfrist geht bald zu Ende. Statutenanpassungen m├╝ssen bis 30.Juni 2006 erfolgt sein.

Dank einer Novelle des SchUG ist die sogen. "AHS-Reife" nun auch an Hauptschulen verbindlich zu ber├╝cksichtigen.
Seite 5

Durch eine Novelle des SchOG werden ganz-t├Ągige Schulformen als Schulen mit Tagesbe-treuung definiert. Um die teureren gegen-standsbezogenen Lernzeiten nicht mehr anbie-ten zu m├╝ssen, werden die Lehrpl├Ąne f├╝r VS.., HS und AHS dahingehend ge├Ąndert (Ende der Begutachtungsfrist 31.Aug.), dass durch einen schulautonomen Beschluss auch nur mehr indi-viduelle Lernzeit stattfinden muss. Der angek├╝ndigte Rechtsanspruch ist "l├╝ckenhaft" und tritt erst mit 1.Sep.06 in Kraft

An Volksschulen muss einem kindgerechten Lehrereinsatz besonderes Augenmerk ge-schenkt werden. Die Praxis, dass klassen-f├╝hrende Lehrer mit z.B. nur 4 Wochenstunden zugewiesen werden, und der Unterricht f├╝r die Kinder dieser Klasse von 5 weiteren LehrerIn-nen anderer Klassen ein- bis dreistundenweise "zusammengestoppelt" wird, geh├Ârt nun hof-fentlich der Vergangenheit an.
Seite 3

Die Vorverlegung der Frist f├╝r die Sch├╝lereinschreibung wird zahlreiche Umstellungen er-forderlich machen. Statt wie erwartet im M├Ąrz m├╝ssen die Sch├╝lereinschreibungen an VS gleich nach Schulbeginn (1. bis 31.Oktober) stattfinden.
Seite 7ff

Qualit├Ątssicherung ist ein langj├Ąhriges Thema unseres Verbandes. Seit der "Proklamierung" des "Mut zur L├╝cke"-Vorgehens und der "Lehrplanautonomie" fordern wir, Ziele nicht nur zu formulieren, sondern auch zu ├╝berpr├╝-fen, ob bzw. inwieweit sie erreicht wurden.

Lehrpl├Ąne, Leitbilder, Schulprogramme sind Absichtserkl├Ąrungen. Ohne die Festlegung, was als Erfolg gilt und wie der "Erfolg" fest-gestellt wird, bleibt alles in einer Beliebigkeit, die zum Nachteil der Kinder abrupt zu einem Karrierebruch f├╝hren kann.

Nach vielen Diskussionen gibt es nun allm├Ąhlich ein Umdenken: Bildungsstandards werden erprobt, die Durchf├╝hrung von Lesetests vorgeschrieben, lange Zeit unkritisch bejubelte Methoden stehen hoffentlich bald auf dem Pr├╝fstand. Offen ist noch (zu sehr), welche Ma├čnahmen bei Nicht-Erreichung von Zielen zu setzen sind.
Seite 10ff

Das standortbezogene F├Ârderkonzept k├Ânnte ein erster Schritt sein, kann aber nicht kosten-neutral umgesetzt werden.
Seite 14

Nach der Erarbeitung der Steirischen Schulcharta, wurde ein weiteres Projekt, das Lehr-personen, Eltern und auch Sch├╝ler/innen aus der gesamten Steiermark einband, abgeschlos-sen. Die Ergebnisse dieser "Kreativrunden" liegen vor und werden als "Steirische Wege f├╝r gelingende Schule" demn├Ąchst ver├Âffent-licht werden.
Seite 17

Nachhaltiges Wissen und eine fundierte Bildung resultieren ma├čgeblich aus einem quali-t├Ątvollen Unterricht und einem aktiven, die Kinder unterst├╝tzenden und ermutigenden Elternhaus.
Seite 19ff

Am 11.Oktober 05 ist wieder der europ├Ąische Tag der ElternMitWirkung. Schulpartner-schaft ist eine immer wichtiger werdende S├Ąule in unserem Schulsystem.

Elternvertreter-(innen)treffen und &endash;schulungen bringen Informationen und Unterst├╝tzung f├╝r die EV-Arbeit.
Seite 2

Wir freuen uns auf rege Zusammenarbeit und w├╝nschen Ihnen ein erfolgreiches Schuljahr.
Mit herzlichem Gru├č

die Pr├Ąsidenten
DI Christian Huber
Ilse Schmid