Elternbrief April 2006

Liebe Leserinnen!

Graz, im April 2006Liebe Leser!

Diese Ausgabe haben wir verst├Ąrkt unserem langj├Ąhrigem Schwerpunkt "Verl├Ąssliche Schule" gewidmet.

Was zeichnet eine "Verl├Ąssliche Schule" aus?

Nun zuerst einmal, dass sie/ der Unterricht zu den vorgesehenen Zeiten auch stattfindet. Hier gibt es immer noch zahlreiche Anfragen und Beschwerden von Eltern, die sich mit lapidaren Mitteilungen betr. sp├Ąteren Unterrichtsbeginn und/oder fr├╝heres Unterrichtsende konfrontiert sehen.
siehe Seite 6

Weiters ist es unverzichtbar, dass Schule nicht allein auf (vollst├Ąndigen) Input achtet, sondern insbesondere den Ergebnissen Augenmerk schenkt.

Die durch die Stundenk├╝rzungen verloren-gegangene Zeit f├╝r Festigen und ├╝ben k├Ânnte durch die Organisationsform "ganzt├Ągige Schule" teilweise zur├╝ckgeholt werden.

Dazu ist es jedoch erforderlich, Schule und Kinderbetreuung zu entkoppeln. Zahlreiche Eltern wollen die Betreuung ihrer Kinder nicht (an die Schule) abgeben, k├Ânnen daher auch nicht die gegenstands-bezogenen und individuellen Lernzeiten f├╝r ihre Kinder in Anspruch nehmen, weil sie damit gleichzeitig auch das (├╝ber Mittagessen mit Freizeit hinausgehende) umfangreiche(re) Betreuungsangebot f├╝r Kinder berufst├Ątiger Eltern mitbuchen (zahlen) m├╝ss(t)en.
siehe Seite 10ff

Auch den Methoden muss besondere Beachtung geschenkt werden. Denn das Angebot an Theorien, Unterlagen und Praktiken ist sehr gro├č. Es ist die Pflicht jedes einzelnen Anwenders genau auf die - langfristigen- (Aus)Wirkungen zu achten.

Immer wieder haben Eltern das Gef├╝hl, dass einzelne Methoden ihren Kindern nicht ÔÇÜ"gut tunÔÇÜ├ä├║. Eine Diskussion dar├╝ber wagen sie selten zu f├╝hren.

Grundlegende Beobachtungen, die wir ├╝ber Jahre immer wieder mitteilten, und die durch eine von uns als Elternvertretung erwirkte Studie des Zentrums f├╝r Schulentwicklung und Evaluation des bmbwk untermauert wurde, k├Ânnen wir nun durch Hinweis auf eine andere wissenschaftliche Studie - insbesondere was die Sp├Ąt-/ Dauerfolgen angeht- unterstreichen.
siehe Seite 17ff

Gerade weil unser Schulsystem in verschiedenster Weise auf Differenzierung setzt, muss auf die Auswahl der Methoden besonders geachtet werden.

F├╝r unsere Schulanf├ĄngerInnen (6 - 10J.) gibt es fast ausschlie├člich eine Differenzierung innerhalb der Klasse. Diese erfolgt im ersten Abschnitt durch Zuordnung zu unterschiedlichen Schulstufen (Vorschul-stufe, 1. oder 2. Schulstufe) bzw. insges. als "Individualisierung".

Nach der Grundschule erfolgt die Differenzierung durch das Angebot/den Besuch verschiedener Schularten, wobei insbesondere der Bereich der Sekundarstufe I (10 - 14J) mit seiner Gliederung in Hauptschule und AHS (Unterstufe) f├╝r zahlreiche Diskussionen sorgt. Innerhalb der Hauptschule findet in den so genannten Schularbeitenf├Ąchern eine weitere Differenzierung in 3 Leistungsgruppen statt, welche durch Aufteilung in Sch├╝lergruppen oder durch "Binnen-differenzierung" vollzogen wird.
siehe Seite 8

Wir danken Ihnen f├╝r die rege Zusammen-arbeit und die zahlreichen Kontakte ├╝ber unsere HOTLINE.

Ihre Anfragen und Berichte sind unverzichtbare Grundlage f├╝r unsere T├Ątigkeit.

Mit freundlichen Gr├╝├čen
die Pr├Ąsidenten
DI Christian Huber
Ilse Schmid

 

Downloadfiles

bm:bwk pdf files:

Sprachstandsfeststellung f├╝r DirektorInnen

Publikation zur Sprachlichen F├Ârderung f├╝r Kindergartenp├ĄdagogInnen