Rechtschreibreform

Die Diskussion √ľber die R√ľckkehr zur alten Rechtschreibung grenzt schon ans L√§cherliche. Auch wenn die neuen Regeln nicht in allen Punkten schl√ľssig sind, so sollten nicht die zahlreichen "Schwachstellen" der alten Regelung ignoriert und die sogenannten alten Rechtschreibregeln "glorifiziert" werden. Eine Wiedereinf√ľhrung der alten Regeln w√ľrde keine Verbesserung darstellen, zumal auch diese Regeln nur von den Wenigsten vollst√§ndig beherrscht wurden.

Im Interesse unserer Kinder, die seit Jahren nach den neuen Regeln unterrichtet werden, ist eine R√ľckkehr nicht vertretbar.

Besser wäre es , in einigen -zu Recht- strittigen Bereichen neben der neuen auch die alte Schreibung zusätzlich zulassen.

Viel mehr Sorgen als um die Rechtschreibung m√ľsste man sich √ľber die mangelnden F√§higkeiten eines richtigen Sprachgebrauchs machen. "Durch Erde, Bl√§tter ...entstehen (!) gef√§hrliche Bakterien". "Das Zauntor(?) ist zum Ballholen da." Bis auf einige Logen(!) folgt das Publikum gebannt...". Durch derartig schlampigen Umgang mit Sprache wird Missverst√§ndnisse T√ľr und Tor ge√∂ffnet, die auch vor sensiblen Bereichen wie Rechtssprechung und Medizin nicht Halt machen.

Ilse Schmid