Das Wissen um das Motivationszentrum hilft im Umgang mit dieser Frage. Im Motivationszentrum befinden sich drei Achsen, deren Aktivierung für alltägliche Handlungen und Entscheidungen zuständig ist. Diese Achsen können willentlich, wie Tasten eines Konzertflügels aktiviert werden

Dopamin-Achse

Immer, wenn zwischenmenschliche Anerkennung fĂĽr uns in Aussicht steht, wird die Dopamin-Achse aktiviert und der Botenstoff Dopamin in unserem Gehirn ausgeschĂĽttet.
Wird die Leistung einer Person gesehen und geachtet, so wird der Botenstoff Dopamin freigesetzt.
Dopamin kann man sich wie die Lokomotive einer Eisenbahn vorstellen.
Mit der Freisetzung des Botenstoffs Dopamin im Organismus wird alltägliche Handlungsbereitschaft und Bewegungsfähigkeit aktiviert.

Opioid-Achse

Die Opioid-Achse wird aktiviert, wenn fĂĽr uns Trost und Sicherheit in Aussicht steht.
Tröstet die Ärztin bei einer schweren Krankheit oder ermutigt die Lehrerperson bei Misserfolg und vermittelt: „....das bekommen wir schon in den Griff….es wird alles wieder gut...“ so werden im Betroffenen körpereigene Opioide ausgeschüttet.
Endogene Opioide haben eine sanfte und wohltuende Wirkung auf das Emotionszentrum des Gehirns. Sie haben positive Effekte auf das Ich-Gefühl und auf die Lebensfreude und motivieren zu alltäglicher Handlungsbereitschaft.

Oxytocin-Achse

Die dritte Achse ist die Oxytocin-Achse, die beim Erleben von Sympathie oder Zärtlichkeit ihren Botenstoff ausschüttet. Mit der Freisetzung von Oxytocin gelingt Lernen und Problemlösung signifikant besser und das Vertrauen zum Mitmenschen intensiviert sich.
Verliebte lernen und lösen Probleme signifikant besser, als andere. Verantwortlich dafür ist Oxytocin. Auch Zärtlichkeit und Sympathie aktivieren dieses Hormon.