Mehr MUT und Selbstvertrauen fĂĽr Ihr Kind

Beate Hell
Referat fĂĽr Kinderbetreuung
Med-Uni Innsbruck

Mut und Selbstvertrauen fĂĽr Ihr Kind

Ein Kind mit einem guten Selbstwertgefühl weiß und erfährt:


• Ich werde geliebt, so wie ich bin!
• Ich kann mich auf meine Eltern verlassen!
• Ich weiß, was ich kann, und was ich nicht kann!
• Ich bin einzigartig! Ich gehöre dazu!
• Ich kenne Regeln, Normen und Werte, mit denen ich mich in der Welt
zurecht finden kann!

Durch positive Kommunikation entstehen positive Beziehungen!

Hier einige weitere Anregungen, worauf Eltern hinsichtlich ihrer Kommunikation achten sollten:

• Vermeiden Sie jegliche Form von Ironie oder Sarkasmus. Kinder können
damit nicht umgehen, denn sie verstehen solche Sätze nicht: Wenn ein Kind
etwas kaputt gemacht hat, wird es mit Verwirrung reagieren, wenn Sie ihm
sagen würden: „Das hast du aber toll hingekriegt!“
• Verwenden Sie keine paradoxen Botschaften. Achten Sie darauf, dass Ihre
Aussagen mit Ihren nonverbalen Signalen ĂĽbereinstimmen. Wenn Sie mit
einem traurigen Gesicht sagen: „Schön, dass du da bist!“, wird es sich über
die Mitteilung nicht freuen können.
• Verordnen Sie keine Gefühlslagen. Wenn ein Kind über Schmerzen klagt,
dann sind da Schmerzen. Allein schon deshalb, weil das Kind daran glaubt.
Versuchen Sie Ihrem Kind nicht einzureden, dass es keine Schmerzen hat.
Dadurch kann es auf Dauer den Kontakt zu den eigenen GefĂĽhlen verlieren.
• Erweisen Sie sich gegenüber Ihrem Kind als klar und eindeutig. Selbst wenn
Sie eigenen Zweifel haben, machen Sie keinen Hehl daraus. Unsere Kinder
können vermutlich besser als wir damit umgehen, dass die komplizierte Welt
der Gegenwart alles andere als widerspruchsfrei ist.

Gemeinsamkeit gibt Sicherheit und weckt soziale Kompetenz

„Soziale Kompetenz“ wird durch gemeinsame Aktivitäten ausgebildet. Stärken Sie
das WIR- GefĂĽhl ihres Kindes, indem Sie sich fĂĽr gemeinsame Ziele einsetzen oder
indem Sie ihm interessante Geschichten aus Ihrer Familie erzählen. Lassen Sie ihr
Kind stolz auf den einen oder anderen Verwandten, auf die eine oder andere
Familiengeschichte sein!
Gemeinsam durch gestandenen Krisen, gemeinsam bewältigte Misserfolge (Mit
einem „Miteinander schaffen wir es..!“) stärken das WIR- Gefühl des Kindes.