Die Haltung entscheidet

Woran man sich halten muss, das hält auch.

Gerade dieser Halt wird Kindern und Jugendlichen von vielen Erwachsenen vorenthalten.
Durch "Verhaberung" mit Kindern und Jugendlichen, durch "cooles, lässiges,..." Auftreten vernachlässigen viele Erwachsene ihre Aufgabe, Vorbild und Reibebaum zu sein. Mit Aufforderungen wird zwar nicht gespart. Doch eine Aufforderung an ein Kind ist keine Grenze, denn Grenze existiert nur, wenn es Konsequenzen gibt. Ebenso schlecht ist die Tendenz, eine Grenze als Aufforderung zu verkaufen.

LehrerInnen/Eltern mĂĽssen sich vorher fragen: Will ich um etwas ersuchen oder will ich etwas fordern.

LehrerInnen/Eltern mĂĽssen sich die Frage stellen, was von Kindern/Jugendlichen zu erwarten ist oder nicht.

Dadurch ergibt sich eine andere affektive Verfassung, der innere Kontakt zum Kind/Jugendlichen geht nicht verloren und es kann besser (anders) geholfen werden.

Proaktiv handeln

Wichtig ist, dass jene Personen, wie LehrerInnen/PädagogInnen, die auf Grund ihrer Ausbildung einen "Vorsprung" haben, proaktiv handeln.

Dazu gehört eine rasche Einleitung der Intervention ebenso, wie die Konzentration auf die aktuelle Problemlage und die Einbeziehung des sozialen Umfeldes.

Es darf nicht sein, dass Kinder -oft schon beginnend im Kindergarten- ĂĽber Jahre hinweg zwar als "Problemkinder" eingestuft und "weitergereicht" werden, aber keine umfassende Intervention und UnterstĂĽtzung stattfindet.

 

Gewaltprävention, Harald Aigner, Schulpsychologe im bmukk