Unterrichtszeit ist wertvoll

Als Elternvertretung und Eltern haben wir uns immer f├╝r die effiziente Nutzung des Unterrichtsjahres eingesetzt. Wir sind daher gegen den Suppliererlass, der den Entfall von Unterricht forcierte, ebenso aufgetreten, wie zB auch gegen etwaige die geringe Unterrichtst├Ątigkeiten zu Schulanfang und insbesondere vor Ferien.

Was an qualit├Ątvollem Unterricht nicht stattfindet, be- bzw. verhindert die Erreichung der Lehr- und Lernziele oder lagert die notwendigen Unterweisungen der Sch├╝lerInnen aus in (Eltern-)Nachhilfe.

Viele Eltern, aber insbesondere auch Kinder, sind durch die Ank├╝ndigung von Lehrerstreik durch Unterrichtsverweigerung sehr verunsichert. Das Instrument der Schulpartnerschaft erweist sich f├╝r wenig tragf├Ąhig.
Doch Eltern und LehrerInnen haben eine gemeinsame hohe Verantwortung, gilt es doch unsere Kinder vor teilweise sehr emotional gef├Ąrbten und sachlich nicht haltbaren Divergenzen zu verschonen. Kinder brauchen die Gewissheit, dass sie sich auf die Erwachsenen verlassen k├Ânnen. Ein respektvoller Umgang miteinander ist trotz oder geraden wegen unterschiedlicher Auffassungen unverzichtbar.



Denn eine Diskussion ├╝ber die Bewertung der Unterrichtszeit in Form von anzurechnender Arbeitszeit ist angebracht, muss doch zB eine Lehrperson in den F├Ąchern Deutsch und Fremdsprachen, bei gleichem Lehrplan, in der Hauptschule deutlich mehr Stunden Unterricht halten als dies eine Lehrperson in der AHS-Unterstufe tun muss. Ebenso ist der Zeitaufwand f├╝r Vorbereitung und insbesondere jener f├╝r Nachbereitung -zumindest f├╝r Eltern, und hier besonders im Sekundarbereich- oft kaum nachvollziehbar (vorstellbar).



Wir erwarten uns die Entschlossenheit der Verhandlungspartner, die Probleme und Notwendigkeiten durch konstruktives Verhandeln -unter Ber├╝cksichtigung der Schulpartnerschaft- zu bew├Ąltigen.

Ilse Schmid