Kurzbericht über den Vortrag

Denn sie wissen (nicht), was sie tun!

Dr. Helmut Wlasak, Richter des Landesgerichtes für Strafsachen Graz

„Was man lachend erfährt, merkt man sich besser!“ Demnach kann der Vortrag von Dr. Wlasak nicht nur als informativ verbucht werden sondern insbesondere auch als nachhaltig wirkend.

„Denn sie wissen (nicht), was sie tun!“ – so lautete der Titel seines Vortrags.

Dealer am oberen Ende der Hierarchie wissen genau, was sie tun. Sie verdienen viel Geld, aber sie konsumieren selbst nicht, denn sie kennen die Gefährlichkeit ihrer Drogen.
Viele Jugendliche aber auch Erwachsene wissen häufig nicht, was sie tun. Beim Autofahren ohne Gurt rechtfertigen sie dies mit: „Ich stütz` mich eh am Lenkrad ab!“; „Ich fahr` eh nur ein kurzes Stück!“
Alkohol- und Drogenkonsum wird bagatellisiert:
Passiert dann ein Unfall, so bleibt vom Slogan „Die Versicherung auf Ihrer Seite!“ nicht viel übrig. Regressforderungen, Prozess- uns Anwaltskosten, etc. machen aus einem vermeintlich harmlosen Alkoholexcess eine menschliche Tragödie nicht nur auf Seiten des Opfers sondern auch auf Seiten des Verursachers. In dieser Deutlichkeit muss man das den Menschen vor Augen führen, denn sie wissen nicht, was sie tun.
„Von Einmal wird man ja nicht süchtig!“. Doch jede Konsumation führt zu einer Beeinträchtigung des Gehirns. Das ist ja auch der Grund für die Konsumation. Die chemische Substanz –enthalten in Drogen, Alcopops, ….- wirkt auf das Belohnungszentrum im Gehirn. Sie bewirkt, dass die Person sich nicht mehr hässlich und unbeholfen fühlt sondern attraktiv, cool,… Dass die Wirklichkeit sich nicht geändert hat (das Gesicht ist noch immer gleich „hässlich“, oft sogar noch hässlicher mit Rötungen, weiteren Pickeln,..), kann unter dem Einfluss der Substanz nicht wahrgenommen werden. Jeden Tag schwanken Jugendliche zwischen + und  ., zwischen „super, cool,…“ und „des is a Schaaas!“ Jugendliche glauben, dass sie durch die Substanz anders werden.
Werbung suggeriert! „…weil ich es mir wert bin!“, „…weil ich noch viel vorhab im Leben!“. Woher kommt die „Kohle“ dafür?

Man sollte sich die Frage stellen: „Bin ich käuflich?, Was würde ich für Geld alles tun? Einmal nach Wien und zurück fahren um 1500,-Euro um ein kleines Päckchen abzugeben?“ Wenn das soziale Umfeld intakt ist, wird man (leichter) ablehnen und sagen: Das Risiko ist mir zu groß!
Hat man gelernt, sich an Spielregeln zu halten, kann man besser widerstehen. Viele Süchtige haben nie gelernt, Regeln einzuhalten.
Eltern sind nicht nur Erziehungsberechtigte sondern v.a. zur Erziehung Verpflichtete. Kinder müssen lernen, Eigenverantwortung zu tragen. Dafür brauchen sie das Vertrauen der Eltern/Erwachsenen und das Gespräch.
Zusammenfassung. Ilse Schmid

Montag 25. Mai 2009

19 Uhr

Kleiner Arbeiterkammersaal
Hans-Resel-Gasse 8-14
8020 Graz

Details

Suchtprävention als Gemeinschaftsaufgabe-SAG


Die Plattform SAG hat Kriterien erarbeitet, die Angebote zur Suchtprävention jedenfalls erfüllen sollen:

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