"Lehrer wollen wieder (mehr) strafen!"
(=Zitat aus der Presse auf Grund einer Forderung von Lehrergewerkschaftern)



Damit zeigen Lehrer(vertreter) leider ihre einseitige Sichtweise. Seit Jahren besteht an Schulen die M├Âglichkeit, Verhaltensvereinbarungen zu beschlie├čen, die alle Schulpartner erfassen sollen.

Tats├Ąchlich weisen die Formulierungen jedoch vorwiegend auf die Sch├╝lerInnen hin.

Sicherlich darf man davon ausgehen, dass Erwachsene -Eltern wie Lehrpersonen- im Allgemeinen gelernt haben ihre Pflichten zu erf├╝llen, doch wissen alle sehr genau, dass dies nicht immer so ist.

In Richtung Eltern wird von der Lehrervertretung daher auch mit Sanktionen gelieb├Ąugelt, wogegen grunds├Ątzlich nichts einzuwenden ist. Schlie├člich ist es gesellschaftlich ja auch akzeptiert, dass zB. bei Falsch-Parken und sogar bei Zu-Lange-Parken Strafen verh├Ąngt werden.

Wenn es der Lehrervertretung wirklich um die Interessen der Schule geht und nicht nur um ihre Lehrerklientel (vor den Personalvertretungswahlen), so m├╝sste

auch in Richtung Lehrerschaft ein Szenario angedacht werden, das ein abgestuftes Reagieren auf Fehlverhalten von Lehrpersonen erm├Âglicht.

Nur auf die Anderen hinzuweisen macht unglaubw├╝rdig und tr├Ągt schwerlich zu Verbesserungen bei.

Ilse Schmid
Pr├Ąsidentin
LV-EV
ilse.schmid@elternbrief.at