Wissenswertes zur SchĂŒlereinschreibung

in die Volksschule

Aktualisierte Informationen siehe NEUE Homepage www.ElternMitWirkung.at

WER muss (1) / darf (2) zur Einschreibung?

(1)
Kinder, die in der Zeit vom 1. September 20xy bis 31. August 20xy+1 geboren sind, mĂŒssen von ihren Eltern/Erziehungsberechtigten nach den Weihnachtsferien zur Einschreibung in die Volksschule gebracht werden. Diese Kinder werden am 1.September 20xy+1 schulpflichtig.
(2)
Kinder, die nach dem 31. August 20xy+1 aber vor dem 1. MĂ€rz 20xy+2 geboren sind, dĂŒrfen von ihren Eltern/Erziehungsberechtigten zur Einschreibung fĂŒr das Schuljahr 20xy+1/20xy+2 in die Volksschule gebracht werden. Diese Kinder dĂŒrfen nur dann aufgenommen werden, wenn sie schulreif sind und ĂŒber die fĂŒr den Schulbesuch erforderliche soziale Kompetenz verfĂŒgen. (vorzeitige Aufnahme)

WANN (3) findet die Einschreibung statt?

Der genaue Termin fĂŒr die Einschreibung -ein oder zwei (Halb-)Tage im Zeitraum 7.1.10 – 5.2.10 und die beizubringenden Dokumente werden durch Anschlag an der Schule, in manchen Regionen auch durch ein persönliches Schreiben an die Eltern/Erziehungsberechtigten, bekannt gegeben.

WO (4) erfolgt die Einschreibung?

Die Anmeldung erfolgt in der Volksschule, die das Kind besuchen soll.
Die gesamte Steiermark ist in Schulsprengel eingeteilt. Der Wohnsitz des Kindes entscheidet ĂŒber die Sprengel-Zugehörigkeit und somit ĂŒber die Schule, die zu besuchen ist.

â˜șGibt es innerhalb des Schulsprengels, dem das Kind angehört, mehrere Volksschulen, so können die Eltern/Erziehungsberechtigten eine Schule auswĂ€hlen. Allerdings kann der Schulerhalter nach Anhörung der Erziehungsberechtigten Anordnungen ĂŒber die Verteilung der schulpflichtigen Kinder auf die einzelnen Schulen treffen, wenn in einer Schule die Gefahr einer ÜberfĂŒllung der Klassen oder einer Minderung der Organisationsform droht.

â˜ș Wenn das Kind eine nicht im Wohnsitz-Sprengel liegende Schule besuchen möchte (sprengelfremder Schulbesuch), mĂŒssen die Eltern/Erziehungsberechtigten bis lĂ€ngstens 31.MĂ€rz 2010 einen entsprechenden Antrag an die Wohnsitz-Gemeinde stellen. Dieser Antrag sollte eine aussagekrĂ€ftige BegrĂŒndung enthalten.
Der BĂŒrgermeister hat fĂŒr seine Entscheidung eine Frist von 4 Wochen.
Gegen die Entscheidung des BĂŒrgermeisters können die Eltern innerhalb von 2 Wochen eine Berufung bei der Bezirksverwaltungsbehörde einbringen. FĂŒr die Entscheidung im Berufungsverfahren hat die Behörde wieder eine Frist von 4 Wochen.

Vorteilhaft ist es, zusÀtzlich zur schriftlichen Eingabe auch das persönliche GesprÀch zu suchen.

â˜ș FĂŒr Privatschulen gelten teilweise andere Vorschriften.

Achtung - neue Frist!!

Der Antrag ist, abgesehen von begrĂŒndeten AusnahmefĂ€llen, bis zum Ende Februar fĂŒr das folgende Schuljahr bei der Wohnsitzgemeinde einzubringen, welche ohne unnötigen Aufschub jedoch bis lĂ€ngstens 31. MĂ€rz ĂŒber den Antrag zu entscheiden hat.

WAS (5) geschieht bei der Einschreibung?

Der Schulleiter bzw. die Schulleiterin oder eine Lehrperson nehmen die Anmeldung verbunden mit der AusfĂŒllung eines SchĂŒlerstammblattes und der Einsichtnahme in die mitzubringenden Dokumente (Meldezettel, Geburtsurkunde, StaatsbĂŒrger-schaftsnachweis bzw. Reisepass,
) entgegen.

Er/Sie spricht bzw. beschĂ€ftigt sich auch mit dem Kind und macht sich so ein Bild ĂŒber die Schulreife des Kindes.

In vielen Volksschulen werden die Kinder auch zu „Schnuppertagen“ eingeladen. Die Teilnahme daran ist nicht verpflichtend.

Die Entscheidung, ob ein Kind schulreif ist oder nicht, trifft d. Schulleiter/in.

WIE (6) erfolgt die Feststellung der Schulreife?

Schulreif ist ein Kind dann, „wenn angenommen werden kann, dass es dem Unterricht in der ersten Schulstufe zu folgen vermag, ohne körperlich oder geistig ĂŒberfordert zu sein.“

â˜ș Die Feststellung der Schulreife zum Zeitpunkt der SchĂŒlereinschreibung stellt somit auch eine Prognose dar, die auf Grund der zum Entscheidungszeitpunkt vorliegenden körperlichen und geistigen Entwicklung erstellt wird. Eine zu diesem Zeitpunkt altersgemĂ€ĂŸe Entwicklung lĂ€sst erwarten, dass das Kind dem Unterricht in der ersten Schulstufe zu folgen vermag, ohne körperlich oder geistig ĂŒberfordert zu sein, sodass kein Verfahren zur Feststellung der Schulreife einzuleiten ist.

â˜ș Ergeben sich GrĂŒnde fĂŒr die Annahme, dass das Kind die Schulreife nicht besitzt, oder verlangen die Eltern/Erziehungsberechtigte eine ÜberprĂŒfung der Schulreife,

so hat d. Schulleiter/in ein Verfahren zur Feststellung der Schulreife einzuleiten.
Dazu hat er/sie erforderlichenfalls ein schulÀrztliches Gutachten einzuholen. Ein schulpsychologisches Gutachten darf auf Wunsch bzw. mit Zustimmung der Eltern/Erziehungsberechtigten eingeholt werden.
Die amtswegige Beiziehung anderer, insbesondere außerschulischer ExpertInnen, wie z.B. KindergartenpĂ€dagogInnen, ist gesetzlich nicht vorgesehen.
Wohl aber können die Eltern/Erziehungsberechtigten „eigene“ Gutachten und Stellungnahmen vorlegen (zB vom Kinderarzt oder Hausarzt, einer Therapeutin des Kindes,
)

Die Schulleiterin bzw. der Schulleiter hat bei ihrer/seiner Entscheidung die Gutachten zu wĂŒrdigen, ist aber nicht an sie gebunden. Im Übrigen hat sie/er im Sinne des Grundsatzes des Parteiengehörs den Erziehungsberechtigten Gelegenheit zur Stellungnahme zu den Ergebnissen der von der Schulleitung eingeholten Gutachten zu geben.

â˜ș Gegen die Entscheidung des Schulleiters/der Schulleiterin ist eine Berufung an die Schulbehörde erster Instanz (d.i. im Regelfall der Bezirksschulrat) möglich und es empfiehlt sich, sein Recht auf Parteiengehör ausdrĂŒcklich einzufordern.

Im Rahmen des Berufungsverfahrens kann die Behörde auch ohne Zustimmung der Erziehungsberechtigten ein schulpsychologisches oder andere Àrztliche Gutachten einfordern.

Fußnoten

1 „Die allgemeine Schulpflicht beginnt mit dem auf die Vollendung des sechsten Lebensjahres folgenden 1. September.“ § 2 SchPflG ( Schulpflichtgesetz (SchPflG) )

2 „Kinder, die noch nicht schulpflichtig sind, sind auf Ansuchen ihrer Eltern oder sonstigen Erziehungsberechtigten zum Anfang des Schuljahres in die erste Schulstufe aufzunehmen, wenn sie bis zum 1. MĂ€rz des folgenden Kalenderjahres das sechste Lebensjahr vollenden, schulreif sind und ĂŒber die fĂŒr den Schulbesuch erforderliche soziale Kompetenz verfĂŒgen.“ § 7 SchPflG

3 „Die Frist fĂŒr die SchĂŒlereinschreibung 
 beginnt 
 im JĂ€nner mit dem ersten Schultag nach den Weihnachtsferien und endet mit dem Freitag, der frĂŒhestens auf den 4.Februar und spĂ€testens auf den 10. Februar fĂ€llt.“ § 1 Abs.1 SchĂŒlereinschreibungsverordnung des LSRs fĂŒr Steiermark

4 SteiermĂ€rkisches Pflichtschulerhaltungsgesetz §§ 14 – 23

5 SchPflG § 6

6 SchPflG § 6 Abs. 2c und

Links

Schulorganisationsgesetz (SchOG)

Schulunterrichtsgesetz (SchUG)

Schulpflichtgesetz (SchPflG)

Schulzeitgesetz (SchZG)

SteiermÀrkisches Pflichtschulerhaltungsgesetz