Schulgeldfreiheit_Erlass des LSRs_2008

Geldeinhebung zu Schulbeginn

Der Schulanfang ist fĂŒr Eltern mit einigen Kosten verbunden, die je nach Schule allerdings sehr unterschiedlich ausfallen.
â˜șEltern mĂŒssen ihre Kinder zB mit Heften ausstatten. Sie mĂŒssen jedoch nicht noch zusĂ€tzlich HeftumschlĂ€ge bereitstellen.
â˜șEltern mĂŒssen ihre Kinder mit Schreibutensilien versorgen. Sie mĂŒssen jedoch nicht Farbstifte UND Filzstifte UND Fineliner in 12 oder 24 oder noch mehr Farben kaufen. Wenige Farbstifte, dafĂŒr in guter QualitĂ€t, reichen und sind nicht jĂ€hrlich zu erneuern.
â˜șEltern sind verpflichtet, ihre Kinder mit den erforderlichen Unterrichtsmitteln (dazu gehören insbesondere SchulbĂŒcher) auszustatten. DafĂŒr wird zur finanziellen Entlastung der Eltern aus dem Familienlastenausgleichsfond (FLAF) fĂŒr jedes Schulkind im Rahmen der „Schulbuchaktion“ ein bestimmtes Schulbuchbudget zur VerfĂŒgung gestellt. Die Höhe dieses Betrags wird jĂ€hrlich in der „Limitverordnung“ festgelegt. Eltern zahlen –außer fĂŒr Kinder mit sonderpĂ€dagogischem Förderbedarf- einen 10%igen Selbstbehalt.
â˜ș Eltern mĂŒssen fĂŒr Aufwendungen bei Schulveranstaltungen und schulbezogenen Veranstaltungen zahlen.
â˜șVon Eltern dĂŒrfen BeitrĂ€ge fĂŒr Kochen, Werkstoffe fĂŒr den praktischen Unterricht, etc. eingehoben werden. Diese BeitrĂ€ge dĂŒrfen höchstens kostendeckend sein. Über das Ausmaß sollte im Klassen- oder Schulforum (bzw. SGA) beraten werden. Es sind genaue Aufzeichnungen ĂŒber Höhe und Verwendung zu fĂŒhren. Einsichtnahme durch die Eltern muss möglich sein. Rechnungen und Belege sind prĂŒffĂ€hig aufzubewahren. Pauschalierungen wie zB KopierbeitrĂ€ge sind gestattet, jedoch muss spĂ€testens am Ende eines Berechnungszeitrums (Semester, Unterrichtsjahr) eine Abrechnung vorgelegt werden, zuviel Kassiertes ist rĂŒckzuerstatten, oder bei Einvernehmen fĂŒr den nĂ€chsten Zeitraum gutzuschreiben.

Aber:
# Nicht auf die Eltern abgewĂ€lzt werden dĂŒrfen
BeitrĂ€ge zur Erhaltung der Infrastruktur der Schule (Kosten fĂŒr die Bereitstellung von Computern, eines KopiergerĂ€tes, Reinigung, Heizung, Mobiliar, Miete fĂŒr GarderobekĂ€sten,
).

# Nicht verpflichtet werden dĂŒrfen die Eltern zur Bezahlung von
BeitrĂ€gen fĂŒr Eintritte, fĂŒr die Entlohnung von zusĂ€tzlichem Lehrpersonal (native speaker, Schwimm-, Skilehrer, etc.), wenn es sich um Pflichtunterricht (zB Bewegung und Sport, Englisch,
) handelt.

Dennoch werden, wie unsere Umfrage zeigte, teilweise nicht unerhebliche BeitrÀge eingehoben.

Spitzenreiter waren:
Volksschule: € 82,- bzw. 55,50;
Hauptschule: € 90,- plus 11,50 fĂŒr Lesestoff.

Positiv aufgefallen ist, dass keine „Vermischung“ mit dem Mitgliedsbeitrag fĂŒr den Elternverein erfolgt(e).

Nicht aus dem Pflichtschulbereich, aber dennoch nicht unerwĂ€hnt bleiben soll der Umstand, dass an manchen Höheren Schulen (auch unter dem „Deckmantel Elternvereinsbeitrag“) erkleckliche BetrĂ€ge von Eltern eingefordert werden. Kindern von Nichtzahlern wĂŒrde die BenĂŒtzung von (Musik-, Turn- u.Ă€.) GerĂ€ten, die mit derartigen Geldern angeschafft wurden, auch wĂ€hrend des Unterrichts verboten.

Nicht aus dem Pflichtschulbereich, aber dennoch nicht unerwĂ€hnt bleiben soll der Umstand, dass an manchen Höheren Schulen (auch unter dem „Deckmantel Elternvereinsbeitrag“) erkleckliche BetrĂ€ge von Eltern eingefordert werden.
Kindern von Nichtzahlern wĂŒrde die BenĂŒtzung von (Musik-, Turn- u.Ă€.) GerĂ€ten, die mit derartigen Geldern angeschafft wurden, auch wĂ€hrend des Unterrichts verboten.