Bildungspartner ist, wer mit seinen Kindern für die Schule lernt – oder ?

Immer wieder gibt es intensive Diskussionen, ob und inwieweit Eltern sich um die Hausübungen ihrer Kinder zu kümmern haben.

Viele Lehrpersonen erwarten, dass Eltern mit ihren Kindern üben: die Leseaufgabe, das Kleine Einmaleins, die Grundrechnungsarten bzw. Algorithmen, etc., etc...., bzw. für Prüfungen und Schularbeiten lernen.

Manche Lehrpersonen sagen, dass sie dies auf keinen Fall wollen, jedoch bei vielen Eltern mit wenig Erfolg. Denn die Praxis zeigt oft, dass die bei den Hausaufgaben wirklich auf sich allein gestellten Kinder gegenüber lernmäßig betreuten ins Hintertreffen geraten.

Was erwartet Schule von Eltern als Bildungspartnern?
Ein Großteil der Eltern würde antworten:
 dass wir mit den Kindern üben,
 dass die Hausaufgaben richtig gemacht sind,
 dass die Vokabel abgeprüft wurden,
 dass das Referat herzeigbar ist,
 usw., usw..

Eltern als Bildungspartner stärken heißt für mich:

ihnen das Selbstbewusstsein geben, dass sie nicht mit den Kindern für die Schule lernen müssen, denn sie sind Eltern.

Eltern als Bildungspartner stärken heißt für mich:

ihnen Wertschätzung entgegenzubringen dafür, dass
• sie Kindern Orte bieten, wo es gut tut Kind zu sein.
• sie mit ihren Kindern die Welt entdecken,
• sie mit ihnen staunen und ihnen Raum bieten Erfahrungen zu sammeln.

Eltern sind Bildungspartner, wenn sie präsent sind.

Genau darin liegt das Spannungsfeld begründet:

Viele –unangebrachte- Erwartungen der Schule werden von den Eltern nicht erfüllt.