Guter Unterricht -rechtliche Grundlagen

Unterricht bedeutet mehr als nur Vermittlung von Lehrstoff.

In den §§ 17 und 18 des Schulunterrichtsgesetz (SchUG) ist festgelegt:

 Der Lehrer hat entsprechend dem jeweiligen Lehrplan unter Berücksichtigung der Entwicklung der Schüler den Lehrstoff des Unterrichtsgegenstandes dem Stand der Wissenschaft entsprechend zu vermitteln.

 Der Lehrer hat die Schüler zur Selbsttätigkeit anzuleiten.

 Der Lehrer hat durch geeignete Methoden und durch zweckmäßigen Einsatz von Unterrichtsmitteln den Ertrag des Unterrichts zu sichern und durch entsprechende Übungen zu festigen.

 Der Lehrer hat durch besondere in die Unterrichtsarbeit eingeordnete mündliche, schriftliche und praktische oder nach anderen Arbeitsformen ausgerichtete Leistungsfeststellungen (Prüfungen, Referate, Schularbeiten, Tests,...) Informationen für eine sichere Leistungsbeurteilung zu gewinnen.

In den Lehrpläne der einzelnen Schularten, finden sich jeweils im allgemeinen didaktischen Teil deutliche Hinweise auf die Grundsätze, die bei der Planung und Durchführung des Unterrichts insbesondere zu beachten sind:

 Anknüpfen an die Vorkenntnisse und Vorerfahrungen der Schülerinnen und Schüler

 Förderung durch Differenzierung und Individualisierung
o Erstellung von differenzierten Lernangeboten, die individuelle Zugänge und auch immer wieder neue Einstiege und Anreize bieten,
o Eingehen auf die individuell notwendige Arbeitszeit,
o auf unterschiedliche Lerntypen, Vorkenntnisse, Vorerfahrungen und kulturelles Umfeld,
o Berücksichtigung des unterschiedlichen Betreuungsbedarfs,
o Bewusstmachen der Stärken und Schwächen im persönlichen Begabungsprofil der Schülerinnen und Schüler, wobei bevorzugt an die Stärken anzuknüpfen ist,
o Entwicklung von Rückmeldeverfahren, ob die Schülerinnen und Schüler tatsächlich ihr individuelles Leistungspotenzial optimal entfalten,
o Herstellung eines individuell förderlichen Lernklimas und Vermeidung von Demotivation.

 Herstellen von Bezügen zur Lebenswelt
 Stärken von Selbsttätigkeit und Eigenverantwortung
 Sachgerechtheit