Liebe Leserinnen und Leser!

Der Start in neue Schuljahr ist erfolgt und –so hoffen wir- überwiegend geglückt.

Dauerbrenner sind immer noch die oft geringe Unterrichtszeit in der ersten Schulwoche, die Geldeinhebungen für Kopien u. Ä.; sowie das Fehlen von Stundenplänen.
siehe „Elternbrief“ Sept. und Dez. 2009

Bemerkenswert ist, dass sich einzelne Schulen ihre Resistenz immer noch erlauben können, obwohl auch seitens des Landesschulrats die Unrechtmäßigkeit von geringer Unterrichtszeit und hohen Elternbeiträgen immer wieder bestätigt wird. Eltern verlieren so das Vertrauen in die Durchsetzungskraft bzw. den Durchsetzungswillen der Schulaufsicht.

Auch das Fehlen von Vorschulklassen sowie der fast unvermeidbare Zweitwohnsitz fĂĽr Schulkinder zur Vermeidung eines sprengelfremden Schulbesuchs erschweren Eltern die Umsetzung des gewĂĽnschten Bildungsweges ihrer Kinder.

Das Schulgeschehen mit all den erfolgten und geplanten Änderungen ist für viele Eltern unübersichtlich bis unverständlich. Ungenaue Erläuterungen von Lehrpersonen oder Halbwissen tragen oft zusätzlich zur Verunsicherung bei.
Unsere rund um die Uhr an allen Tagen des Jahres besetzten Telefone, Hotline wie Festnetz, werden von vielen Eltern gerne genĂĽtzt.
Zusätzlich bieten wir auch heuer wieder Seminare „Professionelle Elternbeteiligung“ und „ElternMitWirkung“ an.

Die Baseline-Tests fĂĽr die Bildungsstandards sind abgeschlossen.
Im Frühjahr 2012 werden erstmals flächendeckend alle Kinder der 8. Schulstufen getestet. Die Tests für die 4. Schulstufen starten erst 1 Jahr später. Und alle Kinder die heuer eine 9. Schulstufe besuchen und eine Reifeprüfung anstreben werden nach dem Konzept „Reifeprüfung neu“ zentral erstellte Aufgabenstellungen bearbeiten müssen.

Zur erfolgreichen Bewältigung der neuen Leistungsfeststellungen ist eine besondere Unterrichts- und Prüfungskultur erforderlich, die keineswegs an allen Schulen und von allen Lehrpersonen gepflegt wird.
Wichtig ist es daher, in den nächsten Jahren auch von Elternseite her auf eine starke Kompetenzorientierung zu achten und darauf, dass die Schule auch die zur Verfügung stehenden Aufgabenbeispiele und Diagnoseinstrumente rechtzeitig und intensiv nützt.

Die Bildungsstandard-Testungen erfolgen immer erst am Ende eines Abschnitts nämlich Sommersemester der 4. bzw. 8. Schulstufe, wo keine Zeit mehr bleibt aufgedeckte Mängel zu beheben. Auch die ersten Durchgänge der neuen Reifeprüfung an AHS und BHS müssen von Schüler/inne/n abge-legt werden, die noch keine Bildungs-standard-Testungen absolviert haben.

NĂĽtzen Sie daher die verschiedenen Informationsveranstaltungen, um gut gerĂĽstet zu sein. z.B. :
11. Oktober, 18Uhr Arbeiterkammer Graz
Bildungsstandards: Mehr Qualität und Gerechtigkeit im Schulsystem
Referent: DDr. GĂĽnter Haider, Direktor des BIFIE


Bitte leiten Sie unsere Informationen und Termine an möglichst viele Eltern und andere Interessierte weiter und geben Sie und Rückmeldungen und Anregungen.
Mit herzlichen GrĂĽĂźen
Ilse Schmid

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