Sch├╝lereinschreibung Volksschulen

Beginn der Schulpflicht

Schulpflichtgesetz (SchPflG)
┬ž 2. Die allgemeine Schulpflicht beginnt mit dem auf die Vollendung des sechsten Lebensjahres folgenden 1. September.

ACHTUNG: Neuerung ab 1.9.2017
siehe NEUE Homepage www.ElternMitWirkung.at

Termine f├╝r die Einschreibung:

┬ž 1 (1) Die Frist f├╝r die Sch├╝lereinschreibung der schulpflichtig werdenden Kinder beginnt im Land Steiermark im J├Ąnner mit dem ersten Schultag nach den Weihnachtsferien und endet mit dem Freitag, der fr├╝hestens auf den 4. Februar und sp├Ątestens auf den 10. Februar f├Ąllt.
(2) Der genaue Zeitpunkt der Sch├╝lereinschreibung ist im Rahmen des in Abs. 1 genannten Zeitraumes in Graz vom Bezirksschulrat, in den ├╝brigen Gemeinden von den Leitungen der Volksschulen ÔÇô in Orten, in denen sich mehrere Volksschulen befinden, einvernehmlich ÔÇô mit R├╝cksicht auf die ├Ârtlichen Verh├Ąltnisse ÔÇô festzulegen.
(3) Die Verlautbarung des genauen Zeitpunktes der Sch├╝lereinschreibung hat in orts├╝blicher Weise zu erfolgen.

┬ž 2. Bei der Sch├╝lereinschreibung sind von den Eltern oder sonstigen Erziehungsberechtigten nachstehende Personalurkunden vorzulegen:
1. Geburtsurkunde des Kindes bzw. erforderlichenfalls eine beglaubigte Abschrift aus dem Geburtenbuch,
2. Nachweis der Staatsb├╝rgerschaft, sofern ├╝ber die Staatsb├╝rgerschaft Zweifel bestehen, und
3. Impfnachweise.

aus: Verordnung des Landesschulrates f├╝r Steiermark vom 29. Mai 2006

Wer muss / darf zur Sch├╝lereinschreibung?

Alle schulpflichtig werdende Kinder, das sind Kinder, die vor dem 1. September 2011 das sechste Lebensjahr vollenden, und die sich dauernd in ├ľsterreich aufhalten, m├╝ssen von ihren Eltern oder sonstigen Erziehungsberechtigten zur Sch├╝lereinschreibung angemeldet werden.
Kinder, die noch nicht schulpflichtig sind, aber bis zum 1. M├Ąrz 2012 das sechste Lebensjahr vollenden, d├╝rfen zur Einschreibung angemeldet werden.

Wer muss aufgenommen werden?

Alle mit 1. September 2011 schulpflichtig werdenden Kinder sind in der Regel unabh├Ąngig von ihrer Schulreife in die Volksschule aufzunehmen. Die Aufnahme von
- schulpflichtigen, schulreifen Kindern hat in die erste Schulstufe zu erfolgen,
- nicht schulreife Kinder hingegen sind in die Vorschulstufe aufzunehmen.

Kinder, die noch nicht schulpflichtig sind aber bis zum 1. M├Ąrz 2012 das sechste Lebensjahr vollenden, k├Ânnen auf schriftliches Ansuchen der Eltern nur aufgenommen werden, wenn sie schulreif sind und ├╝ber die f├╝r den Schulbesuch erforderliche soziale Kompetenz verf├╝gen. Ihre sogenannte ÔÇ×vorzeitige AufnahmeÔÇť erfolgt dann in die erste Schulstufe.

Wo erfolgt die Anmeldung?

Diese Anmeldung erfolgt bei jener Volksschule, die die Kinder besuchen sollen. Hiebei sind die Kinder nach Tunlichkeit pers├Ânlich vorzustellen.

Achtung: In jedem Fall ist auf die Sprengelzugeh├Ârigkeit zu achten.
Die gesamte Steiermark ist in Schulsprengel eingeteilt. Der Wohnsitz des Kindes entscheidet ├╝ber die Sprengel-Zugeh├Ârigkeit und somit ├╝ber die Schule, die zu besuchen ist. Gibt es innerhalb des Schulsprengels, dem das Kind angeh├Ârt, mehrere Volksschulen, so k├Ânnen die Eltern / Erziehungsberechtigten eine Schule ausw├Ąhlen. ├ťber die endg├╝ltige Zuteilung entscheidet der Schulerhalter.

Wenn das Kind eine nicht im Wohnsitz-Sprengel liegende Schule besuchen m├Âchte, m├╝ssen die Eltern/Erziehungsberechtigten bis l├Ąngstens 31. M├Ąrz 20011 einen entsprechenden Antrag an die Wohnsitz-Gemeinde stellen.

F├╝r Privatschulen gelten teilweise andere Vorschriften.

Schulreife

Wann gilt ein Kind als schulreif?

Schulreif ist ein Kind, wenn angenommen werden kann, dass es dem Unterricht in der ersten Schulstufe zu folgen vermag, ohne k├Ârperlich oder geistig ├╝berfordert zu werden.

Wer entscheidet, ob ein Kind schulreif ist?

Die Entscheidung, ob das Kind die Schulreife aufweist, hat der Schulleiter bzw. die Schulleiterin zu treffen.
In der Regel sind Kinder, die schulpflichtig werden, auch schulreif.

Wann ist ein Verfahren zur Feststellung der Schulreife durchzuf├╝hren?"
Ergeben sich jedoch anl├Ąsslich der Sch├╝lereinschreibung Gr├╝nde f├╝r die Annahme,

dass ein schulpflichtig werdendes Kind die Schulreife nicht besitzt oder verlangen seine Eltern oder sonstigen Erziehungsberechtigten eine ├ťberpr├╝fung der Schulreife,

oder liegt ein Ansuchen um ÔÇ×vorzeitige AufnahmeÔÇť vor,

so muss der/die Schulleiter/in ein Verfahren zur Feststellung der Schulreife einleiten.

Im Falle der ÔÇ×vorzeitigen AufnahmeÔÇť muss zus├Ątzlich die Feststellung erfolgen, ob das Kind ├╝ber die f├╝r den Schulbesuch erforderliche soziale Kompetenz verf├╝gt.

Ermittlungsverfahren und Recht auf Parteiengeh├Âr

Vor der Entscheidung hat der Schulleiter die pers├Ânliche Vorstellung des Kindes zu verlangen, sofern diese nicht bereits bei der Anmeldung erfolgt ist oder im Zuge des Verfahrens nochmals erforderlich ist. Ein schul├Ąrztliches Gutachten kann bzw. im Falle einer ÔÇ×vorzeitigen AufnahmeÔÇť muss eingeholt werden. Auch ein schulpsychologisches Gutachten ist auf Verlangen der Eltern einzuholen, oder wenn dies zur Feststellung der Schulreife erforderlich erscheint und die Eltern des Kindes zustimmen.

Parteiengeh├Âr
┬ž 45 Abs. 3 AVG stellt klar, dass der Partei die M├Âglichkeit einzur├Ąumen ist, nicht nur vom Ergebnis der Beweisaufnahme bzw. vom Abschluss des Ermittlungsverfahrens Kenntnis zu nehmen, sondern auch Stellung zu nehmen, wobei alle Feststellungen des Ermittlungsverfahrens, welche von der Beh├Ârde bei der Beweisw├╝rdigung ber├╝cksichtigt werden, den Parteien von Amts wegen und unter Angabe der Beweismittel zur Kenntnis zu bringen sind. (Erkenntnis des Verwaltungsgerichtshofs)

Wichtig im Rahmen des Verfahrens ist es, nicht nur die Entscheidung abzuwarten, sondern das Recht auf Parteiengeh├Âr einzufordern. (┬ž 37 AVG)


Die Entscheidung ist den Eltern unverz├╝glich unter Angabe der Gr├╝nde und der Rechtsmittelbelehrung bzw. ohne unn├Âtigen Aufschub schriftlich bekanntzugeben.

Was tun, wenn die Entscheidung der Schulleitung anders ausf├Ąllt?
Gegen die Entscheidung ist die Berufung an die Schulbeh├Ârde erster Instanz zul├Ąssig.
Die Berufung ist schriftlich, telegraphisch oder mittels Telekopie innerhalb von zwei Wochen bei der Schule einzubringen und hat einen begr├╝ndeten Berufungsantrag zu enthalten. Gegen die Entscheidung der Schulbeh├Ârde erster Instanz ist kein ordentliches Rechtsmittel zul├Ąssig.