Und wie stellt sich Unterricht in unseren Schulen derzeit häufig dar?

Unter dem Schlagwort „modern“ wurden in den vergangenen Jahren viele zeitintensive Unterrichtsabläufe propagiert und eingeführt.

Zahllose Arbeitsblätter zur Beschäftigung der Kinder kennzeichnen oftmals den Unterrichtsalltag.

Unbeachtet von der Lehrperson fßllen Kinder seitenlang nach falschen Denkmustern die Lßcken in den Arbeitsblättern aus. Dass sie diese Arbeiten korrigiert mit unzähligen Fehlerzeichen wieder ausgehändigt bekommen, hat wenig Lerneffekt. Kinder, die die Lßcken mit richtigen Worten oder Zahlen fßllen, verfolgen dabei oft falsche Strategien. Und weder wird der ganze Text, noch wenigstens der ganze Satz oder die gesamte Rechenzeile erfasst.

Wochenlange Projekte mit geringer Aufmerksamkeit der Lehrpersonen für die Abläufe in der Klasse, stellen oftmals „Zeitfresser“ mit geringer Orientierung auf den Lehrstoff dar. Dadurch fehlt die Zeit für die Unterrichts-Komponenten „Festigen und Üben“, weshalb Eltern mit ihren Kindern lernen müss(t)en.

Doch jenen Kindern, wo diese Ausfallshaftung extern niemand Ăźbernimmt bzw. Ăźbernehmen kann, bleibt nur der Weg abzuschauen, was andere tun oder schreiben und sich damit abzufinden, dass sie nichts verstehen.
Und so wundert es nicht, dass für unser Schulsystem ein Befund lautet: Der Bildungsstand der Eltern hat übergroßen Einfluss auf den Schulerfolg der Kinder.