Einladung-Programm

Neue Mittelschule

Steirischer Modellversuch*

Zur Individualisierung von Schullaufbahnen und im Sinne einer Verschiebung der Bildungslaufbahnentscheidung hat der Landesschulrat f√ľr Steiermark beginnend mit dem Schuljahr 2008/2009 an allgemein bildenden Schulen in der Steiermark Modellversuche eingerichtet. Das steirische Modell, das in den Regionen Graz, Voitsberg und Murau an allgemeinbildenden Schulen zur Anwendung kommt, umfasst folgende p√§dagogische Eckpunkte:

1.Die Sch√ľler werden nach Schulstufen oder auch schulstufen√ľbergreifend durch Ma√ünahmen der inneren und tempor√§r der √§u√üeren Differenzierung individuell gef√∂rdert. In den Schularbeitenf√§chern ist Teamteaching vorgesehen, um einen individuellen und differenzierten Zugang auf das Leistungsverm√∂gen der Kinder zu erm√∂glichen.

2.Hinsichtlich der Leistungen jedes Sch√ľlers hat zumindest zweimal pro Unterrichtsjahr eine erg√§nzende differenzierende Leistungsbeschreibung zu erfolgen. Weiters ist vorzusehen, dass im Rahmen des Fr√ľhwarnsystems eine Verpflichtung zum Besuch eines F√∂rderunterrichtes oder einer sonstigen F√∂rderma√ünahme festgelegt wird.

3.In der 3. und 4. Klasse werden Wahlpflichtfächer im Ausmaß von jeweils drei Jahreswochenstunden als Angebot eingerichtet:

Zusätzliche Fremdsprache (Italienisch, Französisch, u.a.)
Muttersprachlicher Unterricht
Informatik
Naturwissenschaftliches Experimentieren
Vertiefungsunterricht aus Deutsch, Mathematik und Englisch

4. Zweimal im Schuljahr ist im Ausma√ü von je einer Woche Projektunterricht in zwei Kursphasen vorgesehen, der die konzentrierte Besch√§ftigung mit einem Thema zum Inhalt hat. Allt√§gliche, kulturelle und politische Themenstellungen sind m√∂glich. Die Inhalte sind mit dem Unterricht au√üerhalb der Kursphase verschr√§nkt. Auch Phasen des offenen Unterrichtes k√∂nnen klassen- und stufen√ľbergreifend erfolgen. In Kleingruppen soll gezielter F√∂rderunterricht einerseits sowie Begabungsf√∂rderung andererseits erm√∂glicht werden.

5.Die Integration von Kindern mit Behinderungen wird in gemeinsamer Verantwortung von FachlehrerInnen und SonderschulpädagogInnen umgesetzt.

6. In eigenverantwortlichen Schulstufenteams beraten und planen LehrerInnen einer Schulstufe gemeinsam im Ausmaß von jeweils zwei Stunden pro Woche.

7. Abschl√ľsse:
Der erfolgreiche Abschluss der 8. Schulstufe ist je nach Erreichen des Bildungsziels der Hauptschule oder der Allgemein bildenden höheren Schule mit den Berechtigungen des erfolgreichen Abschlusses der Hauptschule oder der Allgemein bildenden höheren Schule verbunden.
siehe Lehrpläne
Die Schulnachrichten und Zeugnisse haben als Schulart die Bezeichnung des jeweiligen Schulmodells zu enthalten und die mit dem Abschluss verbundenen Berechtigungen auszuweisen. Entsprechendes gilt f√ľr die 5. bis 7. Schulstufe, wenn der Sch√ľler in die 6., 7. oder 8. Schulstufe einer Schule wechselt, die kein Modellversuch im o.a. Sinne ist.
*lt LSR f√ľr Stmk.

Weitere Informationen finden Sie auf der homepage des Landesschulrats f√ľr Steiermark