Vorschriften fĂĽr NMS-Zeugnisse

Nach den Richtlinien des bmukk darf der Zeugniskopf nur die Bezeichnung und die Adresse des Standorts ausweisen.

In der Kopfzeile die Bezeichnung „Neue Mittelschule“ oder entsprechende regionale Zusätze anzuführen, wird ausdrücklich als unzulässig bezeichnet!

Der Hinweis darauf, dass es sich um eine NMS handelt, muss vor der Auflistung der Beurteilungen erfolgen:
“ Neue Mittelschule – Modellversuch gemäß § 7a des Schulorganisationsgesetzes
(allfälliger landesspezifischer Zusatz z. B. Steirische Mittelschule, …)

Das Zeugnis muss den Hinweis auf den Lehrplan Realgymnasium aufweisen:

„Er/Sie wurde nach dem Lehrplan des Realgymnasiums beurteilt.“

Dann folgen die Klauseln:

…zum Aufsteigen berechtigt / nicht berechtigt;
..die Schulstufe mit ausgezeichnetem/ gutem Erfolg abgeschlossen,

und falls zutreffend bzw. erforderlich die Zusätze:
2. Sie wurde in Deutsch nach dem Lehrplan der Hauptschule beurteilt
3. Sie wurde in Englisch nach dem Lehrplan der Hauptschule beurteilt.
4. Sie wurde in Mathematik nach dem Lehrplan der Hauptschule beurteilt.
5. Sie wurde in den Gegenständen …………… nach dem Lehrplan der …. Sonderschule gemäß § 22 des
Schulunterrichtsgesetzes beurteilt.

Lehrpläne

Da der Schulversuch erst in seinem dritten Jahr ist, gibt es noch keine Abschlusszeugnisse.

Dies ist gut, denn noch sind nicht alle Fragen geklärt, die sich im Zusammenhang mit den Abschlüssen stellen, falls Schüler/innen nicht in allen Gegenständen nach dem Lehrplan des Realgymnasiums beurteilt wurde.

Das Abschlusszeugnis wird auch dann ein „Hauptschulzeugnis“ sein, wenn nur ein Gegenstand nach dem Lehrplan der Hauptschule beurteilt wurde.

Findet sich im Zeugnis ihres Kindes ein diesbezüglicher Zusatz, so ist es wichtig, dass Sie bei entsprechender Leistungsfähigkeit des Kindes jedenfalls vor Ende des 1. Semesters der 8. Schulstufe
„den Antrag an die Schulleitung stellen, dass ihr Kind nach den Bestimmungen des Realgymnasiums beurteilt wird.“

Dieses Recht steht Ihnen als Eltern, nach einem verpflichtenden Beratungsgespräch mit den unterrichtenden Lehrer/innen bis spätestens zum Ende des ersten Semesters der 8. Schulstufe zu.
Nicht stattgegebene Entscheidungen des Schuleiters/der Schulleiterin bedürfen der Begründung. Eine Berufung gegen die Entscheidung des Schulleiters/der Schulleiterin an die Schulbehörde erster Instanz ist zulässig.

„Die erworbenen Berechtigungen am Ende der 8. Schulstufe ergeben sich aus den einschlägigen Bestimmungen über die entsprechende Schulart.“
Das heißt für jene Kinder, die -wenn auch nur in einem Gegenstand- nach dem Lehrplan der Hauptschule beurteilt worden sind, dass beim Wechsel in eine höhere Schule eventuell auch Aufnahmsprüfungen zu machen sind.