Standardüberprüfungen und Rückmeldungen der Ergebnisse

Die Überprüfung der Kompetenzen findet domänenorientiert statt.

In der Sekundarstufe I nimmt ab dem Schuljahr 2011/12 jede Schule jährlich an einer Überprüfung teil.
Jedes Jahr steht ein anderes Fach im Mittelpunkt des Interesses:
Der Überprüfungszyklus I beginnt im Frühling 2012 mit der Überprüfung der Mathematik-Kompetenz.
Im Jahr 2013 wird Englisch überprüft, 2014 Deutsch.

In der Volksschule beginnen die Standardüberprüfungen ein Jahr später.
Im Frühling 2013 steht auf der 4. Schulstufe die Mathematikkompetenz im Fokus, 2014 die Kompetenzen aus Deutsch/Lesen/Schreiben.

Die Auswertungen der Ergebnisse haben so zu erfolgen, dass auf deren Basis Maßnahmen zur Qualitätsentwicklung bundesweit, landesweit und schulbezogen erfolgen können.
In der Verordnung ist außerdem festgelegt, dass die individuellen Ergebnisse so rückgemeldet werden, dass sie nicht auf eine/-n bestimmte/-n Schüler/-in rückgeführt werden können.

Gut zu wissen:

Fairer Vergleich:
Der sogenannte „faire Vergleich“ vergleicht Schulen mit ähnlichen Rahmenbedingungen. Dazu wird ein Erwartungsbereich errechnet, der sich aus folgenden Variablen ergibt:
>Schulart
>Schulstandort (Gemeindegröße)
>Urbanisierungsgrad (Bevölkerungsdichte, Nähe zu städtischem Ballungsraum)
>Entfernung zur nächstgelegenen AHS
>Anteil der Schüler/innen mit Migrationshintergrung
>Anteil von Mädchen und Burschen
>Sozioökonomischer Status der Eltern

Migrationshintergrund:
Eine Schülerin / ein Schüler gilt als Jugenliche/-r mit Migrationshintergrund, wenn beide Elternteile im Ausland geboren wurden. Ist mindestens ein Elternteil in Österreich geboren, wird die/der Jugenliche als Einheimische/r (ohne Migrationshintergrund) bezeichnet. (Definition laut Richtlinien der OECD)

Prozentrang:
Dieser gibt an, wie viel Prozent aller getesteten Schulen bzw. Schüler/innen gleich gute bzw. schlechtere Leistungen erzielten.

Wer erhält welche Rückmeldung?

Schüler/-innen:
Sie erhalten bei der Testung einen Code, der ihnen „online“ Zugang zu ihren eigenen Ergebnissen verschafft. So können sie ihre Leistungen vergleichen mit dem Österreich-Schnitt, dem HS-Schnitt und dem AHS-Schnitt. Zusätzlich wird ihr Prozentrang bezogen auf alle getesteten Schüler/-innen, unabhängig von der Schulart, angegeben.

Lehrer/-innen:
Die Rückmeldung an Lehrer/-innen erfolgt auch online. Sie erhalten den Mittelwert ihrer Klasse bzw. Gruppe und den Schulmittelwert im getesteten Gegenstand und können auch die Streuung der Leistungen ihrer Schüler/-innen ersehen. Referenzwerte sind auch hier der Österreich-Schnitt, der HS-Schnitt und der AHS-Schnitt, sowie in ausgewählten Grafiken der Schnitt der Leistungsgruppen an Hauptschulen. Außerdem kann aus diesen Diagrammen der Erwartungsbereich für die eigene Klasse/Gruppe auf Basis des „fairen Vergleichs“ abgelesen werden.

Schulleiter/-innen:
Diese erhalten einen aus 4 Teilen bestehenden gedruckten Schulbericht.

Teil 1 enthält
die Ergebnisse der Schule als Mittelwerte dargestellt. Referenzwerte sind der Österreich-Schnitt, der HS-Schnitt und der AHS-Schnitt.
den jeweiligen Erwartungsbereich und
der Prozentrang der Schule innerhalb der Schulart
Detailinformationen zu den Ergebnissen der Schule nach Geschlecht und Herkunft (Migrationshintergrund) sowie
die Positionierung der Schüler-Leistungen der besten 10 Prozent der Schule.

Teile 2,3,4 enthalten
die Schulmittelwerte und
Mittelwerte aller an der Schule überprüften Klassen/Gruppen sowie
Detailinformationen zu Ergebnissen in den einzelnen Kompetenzbereichen.

Landes- und Bezirksschulinspektor/inn/en erhalten jeweils den ersten Teil der Schulberichte der getesteten Schulen ihres Aufsichtsbereiches.

Der Schulbericht soll als Informationsquelle bezüglich der Leistungen der Schüler/-innen der Schule dienen –ohne dass die Ergebnisse auf einzelne Personen rückgeführt werden können- und eine Stärken-Schwäche-Analyse ermöglichen, die zu geeigneten Schwerpunktsetzungen im Unterricht führt.


Wir erwarten uns auch eine Vorlage des Schulberichts im Rahmen der Schulforen.