Ohne die Zusammensetzung einer Aufgabenstellung zu kennen, kann niemand eine seri├Âse Einsch├Ątzung abgeben, wie viel Prozent richtig zu sein hat, damit ein Gen├╝gend erreicht ist.
Es ist seit Jahren bekannt -und auch vielfach kritisiert, dass insbes. in Englisch auf Grund einer Empfehlung der Arbeitsgemeinschaft der Englischlehrer von vielen EnglischlehrerInnen eine 60%-H├╝rde festgesetzt und umgesetzt wird. Dies oft aus "Routine" und nicht immer abgestimmt auf den "Schwierigkeitsgrad" des Geforderten.

Alle Beurteilungsschl├╝ssel m├╝ssen auf Basis der im Gesetz verankerten Notenbeschreibung begr├╝ndbar sein.

Mit "Gen├╝gend'' sind demnach Leistungen zu beurteilen, mit denen der Sch├╝ler die nach Ma├čgabe des Lehrplanes gestellten Anforderungen in der Erfassung und in der Anwendung des Lehrstoffes sowie in der Durchf├╝hrung der Aufgaben in den wesentlichen Bereichen ├╝berwiegend erf├╝llt.

Wenn nun die Aufgabenstellung und Gewichtung der Arbeitsauftr├Ąge so gew├Ąhlt ist, dass ein Erreichen von 60% der Punkte dem "├╝berwiegenden Erf├╝llen der wesentlichen Bereiche" entspricht, so ist das in Ordnung.

Der in der Presse zitierte Notenschl├╝ssel vom BIFIE basiert auf einer Zusammenstellung der Aufgaben, die bei Erreichen von 60% die ├╝berwiegende Erf├╝llung der wesentlichen Bereiche best├Ątigt.

Wenn nun ein Lehrer bei der Erstellung der Schularbeiten-Beispiele /Aufgabenstellungen weniger Grundlagen abfragt bzw. diese weniger stark gewichtet, so darf er nicht 60% f├╝r ein Gen├╝gend verlangen.

Bei der zuk├╝nftigen Reifepr├╝fung ist zB in Mathematik vorgesehen, einen Teil der Aufgaben nur aus den "wesentlichen Bereichen" zu stellen. F├╝r diesen Teil reichen dann nichteinmal 60%, denn wird nur Wesentliches abgefragt so erfordert dies eine ├╝berwiegende Erf├╝llung.

Jede Note ist ein in Ziffern ausgedr├╝chtes Gutachten, bzw. sollte es sein.
Eine starre Vorgangsweise, wo Anteile von Richtig oder Falsch nach einem Schl├╝ssel umgerechnet werden in Noten, entspricht oft nicht dem, was die Note per Gesetz (siehe nachstehend) aussagt.

Notwendig ist:

neben dem wie viel ist richtig bzw. falsch

die erg├Ąnzende Betrachtung: was ist richtig, was ist falsch.

Nachstehend das diesbez├╝gliche Schreiben des bmukk an die Schulleitungen, damit diese daf├╝r sorgen, dass die Lehrerschaft den Zusammenhang von Aufgabenstellung und Notenschl├╝ssel verstehen / beachten.

bmukk zu Beurteilungsverfahren bei Schularbeiten