Liebe Leserinnen und Leser,

die letzten Tage und Wochen waren wieder voll von Diskussionen ĂŒber unser Schulsystem. Dabei stand und steht immer noch die Ă€ußere Organisation (Gesamtschule, Ganztagsschule) besonders im Blickfeld. Doch ob unsere Kinder erfolgreich sind, hĂ€ngt viel mehr davon ab, was im Unterricht passiert. Die QualitĂ€t von Unterricht, das Ausmaß und die GĂŒte der direkten Zuwendung der Lehrpersonen zu den einzelnen SchĂŒlerinnen und SchĂŒlern bestimmen nachweislich die Ergebnisse mehr, als der Text an den Schultoren und in Foldern.
Die jĂŒngsten Ergebnisse der drei Studien, BIST, PIRLS, TIMMS, kann wohl nur jene wirklich ĂŒberrascht haben, die nicht direkte Kontakte zu SchĂŒlerInnen und Eltern haben.
Nun gilt es, in gemeinsamer Analyse und Planung an den Schulen Wege zu beschreiten, die (besser) geeignet sind, Kinder zu fördern, indem man sie fordert.
Die Schulberichte mĂŒssen in den Schulgremien diskutiert werden.
Der Obmann bzw. die Obfrau des Elternvereins muss seit 1.9.2012 zu den Sitzungen des Schulforums eingeladen werden.

Insbesondere sollte besprochen werden,
wie stark die Eltern, oder von ihnen mit der Betreuung betraute Personen, als „Zusatzlehrer“ eingespannt sind, indem sie den Kindern nachtrĂ€glich den Unterrichts-Stoff erklĂ€ren mĂŒssen, die HausĂŒbungen auf Fehler hin ĂŒberprĂŒfen mĂŒssen, etc. Denn genau derartige ZustĂ€nde fĂŒhren dazu, dass die LehrerInnen ihr falsches Bild ĂŒber ihren Unterrichtserfolg aufbauen können und auch dazu, dass soziale Ungleichheiten, durch die Schule verstĂ€rkt werden, weil in der Familie kein „Ersatzunterricht“ durch Eltern oder andere Personen/Nachhife verfĂŒgbar ist.

Es ist unertrĂ€glich, dass Kompetenzen auf niedrigstem Niveau von SchĂŒlerInnen an-scheinend nicht erreicht werden mĂŒssen, indem Modelle zur Vorbereitung und DurchfĂŒhrung der Feststellung der Leistungen angewandt werden, die geeignet sind, auch große Defizite erfolgreich zu verschleiern.

Besonderes Augenmerk sollte auch auf all Jenes gelegt werden, was zu einem guten Schul- und Lernklima beitrĂ€gt. Nicht nur Kinder, auch Eltern und Lehrpersonen brauchen fĂŒr ein erfolgreiches Wirken ein ermutigendes Feedback.
Damit diese GesprÀche gelingen, sollte Kritik mit WertschÀtzung gepaart sein, und jeder auf eine gewaltfreie Ausdrucksweise achten. ModeratorInnen könnten beigezogen werden.

Auch die zahlreichen Angebote an VortrÀgen, Seminaren etc. könnten gemeinsam besucht und nachbesprochen werden.

So bietet die Elternakademie(EAK) am Donnerstag, 24. JĂ€nner 2013, mit Beginn 17.30 den Vortag mit Workshop zum Thema: „Die Seele weint – Was tun?“ an. Referentin: Dr. Ursula Grohs.

Die EAK geht auch in die Bezirke. So fanden bzw. finden VortrĂ€ge auch in Birkfeld, FĂŒrstenfeld, Voitsberg, u.a. statt.

Am 2. Februar 2013 steht das “GlĂŒck” im Sinne von “sich glĂŒcklich fĂŒhlen” im Mittelpunkt der Referate. Dr. Manfred Spitzer prĂ€sentiert „Anleitung zum GlĂŒcklichsein“, Mag. Heide-Marie Smolka schließt an mit: „GlĂŒchlichsein kann man lernen!“

Über unsere Homepage können Sie weitere Informationen ĂŒber Referats-Angebote, Termine etc. erhalten.

Wir danken den Eltern und insbesondere den VorstĂ€nden der Elternvereine fĂŒr die zahlreichen TĂ€tigkeiten im Bereich der ElternMitWirkung sowie fĂŒr die Zusammenarbeit mit uns, dem Landesverband der Elternvereine.


Wir wĂŒnschen Ihnen freudvolle Tage, einen fröhlichen Jahreswechsel und GlĂŒck fĂŒr die kommenden Zeiten.

Unsere Mitglieder und Abonnenten erhalten den Elternbrief in den nÀchsten Tagen.