Dazu wird im Schreiben des BMF GZ: BMF-010222/0149-VI/7/2007 u.a. ausgefĂŒhrt:

„Bei einem „Native-speaker“, der dieselbe TĂ€tigkeit unter den selben Bedingungen wie ein an der Schule angestellter Lehrer fĂŒr den Elternverein ausĂŒbt, liegt in der Regel ein echtes DienstverhĂ€ltnis vor, weil er an die Weisungen des Arbeitgebers (Elternverein) gebunden und in den geschĂ€ftlichen Organismus eingegliedert ist. GemĂ€ĂŸ Rz 936 Lohnsteuerrichtlinien 2002 ist darunter eine AbhĂ€ngigkeit vom Auftraggeber zu verstehen, die sich unter anderem in der Vorgabe von Arbeitszeit und Arbeitsort sowie in der unmittelbaren Einbindung der TĂ€tigkeit in betriebliche AblĂ€ufe des Arbeitgebers bzw. der jeweiligen Organisation, innerhalb derer die
Arbeit auszufĂŒhren ist, zeigt.
Der „Native-speaker“ hat zu bestimmten Arbeitszeiten (Stundenplan) und an einem bestimmten Arbeitsort (Schule) tĂ€tig zu werden. Weiters hat der „Native-speaker“ seine Arbeitsleistung persönlich zu erbringen und ihm fehlt das Unternehmerrisiko (wiederkehrende Entlohnung). Der Elternverein tritt bei Bezahlung eines „Native-speaker“ als Arbeitgeber auf, hat alle Pflichten des Arbeitgebers wahrzunehmen und ist somit zur ordnungemĂ€ĂŸen Einbehaltung und Abfuhr der Lohnsteuer und gegebenenfalls sonstiger Abgaben (Dienstgeberbeitrag und Zuschlag zum Dienstgeberbeitrag) verpflichtet.“

Arten von DienstverhÀltnissen:

â–șEin echtes DienstverhĂ€ltnis (nichtselbstĂ€ndige TĂ€tigkeit) liegt vor, wenn der Dienstnehmer gegenĂŒber seinem Arbeitgeber weisungsgebunden ist, in den geschĂ€ftlichen Organismus des Arbeitgebers eingegliedert ist, seine Arbeitsleistung persönlich zu erbringen hat und kein Unternehmensrisiko zu tragen hat.
â–șBei einem freien DienstverhĂ€ltnis (selbstĂ€ndige TĂ€tigkeit) ist der Dienstnehmer persönlich unabhĂ€ngig, das heißt er kann sich vertreten lassen, es besteht eine eingeschrĂ€nkte Integration in die betriebliche Struktur des Arbeitgebers, keine Weisungsgebundenheit, freieZeiteinteilung, freie Wahl des Arbeitsortes und ein bestimmtes Unternehmerrisiko.... Bei einem Werkvertrag ĂŒbernimmt jemand die Herstellung eines Werkes gegen Entgelt. Der Werkauftragnehmer trĂ€gt das Unternehmerrisiko und die Haftung fĂŒr die erbrachte Leistung, verwendet eigene Betriebsmittel, ist an keine Arbeitszeit und an keinen Arbeitsort gebunden und es besteht keine persönliche Arbeitspflicht.

Steuerrechtlich ist in jedem Einzelfall zu beurteilen, ob die Merkmale des echten oder des freien DienstverhĂ€ltnisses ĂŒberwiegen.
Eine kategorisierende Antwort, abgestimmt auf die jeweilige TÀtigkeit, kann nicht erfolgen, da bei mehreren möglichen Vertragsgestaltungen
eine unterschiedliche steuerliche Beurteilung vorzunehmen ist.

â–șSelbstĂ€ndige Arbeit
Im Unterschied zu freien Dienstnehmern ist ein SelbstĂ€ndiger, der mit wesentlichen, eigenen Betriebsmitteln bzw. im Rahmen einer Gewerbeberechtigung arbeitet, fĂŒr seine Versicherung selbst verantwortlich. Der Auftraggeber muss weder Steuern noch SozialversicherungsbeitrĂ€ge fĂŒr den Unternehmer bezahlen.

Einladung zu Infoveranstaltung Eltern(-vereine) als Zahler