Das Konzept des Schuleingangs "neu" kann ohne eine gewissenhafte Feststellung der Schulreife nicht richtig umgesetzt werden.
Nur f├╝r schulreife Kinder mit unterschiedlicher Lerngeschwindigkeit/Auffassungsgabe kann eine stimmige Umsetzung passieren,

f├╝r nicht schulreife Kinder nur dann, wenn sie auch als nicht schulreif in die Vorschulstufe aufgenommen werden.

F├╝r eigentlich nicht schulreife Kinder, wenn sie als schulreif aufgenommen werden, kann es nicht ohne "Wiederholung" klappen.

Begr├╝ndung:

Schulreife Kinder sind in die erste Schulstufe aufzunehmen. (SchPflG ┬ž6 (2a) Die Aufnahme der schulpflichtig gewordenen Kinder, die schulreif sind, hat in die erste Schulstufe zu erfolgen.) Der Lehrplan der Vorschulstufe darf somit nicht zur Anwendung kommen. Eine nachtr├Ągliche Korrektur durch Wechsel in die n├Ąchstniedrigere Schulstufe, also in den Vorschullehrplan, f├╝hrt zwangsl├Ąufig dazu, dass nach "Absolvierung" dieses Vorschul-Lehrplans im darauffolgenden Abschnitt/Schuljahr ein Unterricht in einer Schulstufe beginnt, die man schon hatte, zumal die n├Ąchsth├Âhere Schulstufe die erste Schulstufe ist, mit der das Kind seine Schulkarriere begonnen hat.
Auch wenn man die Problematik Klasse - Schulstufe beiseite l├Ąsst bzw. in den Griff bekommt, muss ein m├Âglichst "passgenauer" Schulstart das Ziel sein.

Folgende Argumentation w├Ąre stimmiger:

Weil Kinder ohnedies w├Ąhrend des Unterrichtsjahres die Schulstufe wechseln k├Ânnen, sollten all jene Kinder, bei denen (auch nur geringe) Zweifel bestehen, ob sie die Schulreife besitzen, in die Vorschulstufe aufgenommen werden, von wo aus sie dann im Falle einer "Fehlentscheidung" oder nach Entwicklungsspr├╝ngen - gegebenenfalls auch schon bald nach Schulbeginn- in die n├Ąchsth├Âhere Schulstufe (erste Schulstufe) wechseln k├Ânnten.
Diesen Weg halte ich f├╝r kinderfreundlicher.

Ilse Schmid

Eltern m├╝ssen als Schuldige herhalten, obwohl der Fehler im System liegt

Offenkundig falsche Umsetzung als Schuld der Eltern?

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